Kinder als Gewaltopfer - Neue Zahlen zu getöteten Kindern wurden in Berlin vorgestellt.

Deutsche Kinderhilfe

Pressekonferenz der Deutschen Kinderhilfe e.V.

 

Berlin, 07.07.10 Weniger getötete Kinder, mehr Aktivitäten der Jugendämter, noch mehr finanzielle Probleme der Jugendhilfe: Jede-Woche 3-Vorsitzende Kathinka Beckmann präsentierte die aktuelle Kriminalstatistik gemeinsam mit dem Bundeskriminalamt, dem Bund Deutscher Kriminalbeamter und der Deutschen Kinderhilfe.

Zum ersten Mal saß die Vorsitzende Kathinka Beckmann auf dem Podium der jährlichen Pressekonferenz, auf der die aktuellen Statistiken zur Gewalt gegen Kinder präsentiert werden. Die Zahl der getöteten Kinder unter vierzehn Jahren ist deutlich zurück gegangen: von 186 toten Kindern im Jahr 2008 auf 152 im Jahr 2009. Gleichzeitig haben die Jugendämter im Jahr 2009 wesentlich mehr Kinder und Jugendliche in Obhut genommen als im Jahr zuvor. Für die Experten von Kriminalpolizei und Deutscher Kinderhilfe ist das ein Beleg dafür, dass die Jugendhilfe das Leben von Kindern wirkungsvoll schützen kann.Deutsche Kinderhilfe e.V.

Doch leider stehe die Jugendhilfe auf wackligen Füßen, ergänzte Kathinka Beckmann, die als Professorin an der Fachhochschule Koblenz lehrt: „In Zeiten knapper Kassen wird häufig der Rotstift zum Kriterium der Fachlichkeit. Die Folgen sind Ambulantisierung, Fallzahlvorgaben, obskure Dienstanweisungen und vor allem Personalkürzungen. Die Finanzierung der Jugendhilfe muss bedarfsgerecht bundesweit einheitlich geregelt sein oder anders formuliert: Es darf keine Rolle spielen, ob ein Kind in Bremen oder in Düsseldorf aufwächst!”

Eine verlässliche Finanzierung der Jugendhilfe und einheitliche Standards sind die wesentlichen Ziele von „Jede Woche 3“. Die bundesweit beachtete Pressekonferenz war eine wichtige Gelegenheit, das Engagement dieses jungen Vereins für Kinderschutz und Kinderrechte breiter bekannt zu machen.